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Steffen Hellner

unregistriert

1

Freitag, 11. Juli 2003, 09:53

Geschlechterverhältnisse bei NZ

Hallo!

Ein Thema, dass mich interessiert und vielleicht auch andere, ist das Geschlechterverhältnis in Nachzuchten. Bei vielen Tieren gibt es da Probleme mit zu einseitigen Verhältnissen. Von Geckos (bes. Phelsumen) sind Abhängigkeiten von der Temperatur während der Eizeitigung bekannt.

Wie sieht das bei Molchen und Salamandern aus? Hat da jemand Erfahrungen, gibt es Untersuchungen?

Die meisten werden ihre Nachzuchten direkt nach der Metamorphose abgeben und später nie erfahren, welches Geschlechterverhältnis sich daraus entwickelt hat. Da man juvenile Tiere meistens in kleinen Gruppen übernimmt, könnte so über eine gewisse Zeit ein Datensatz erstellt werden, aus dem sich möglicherweise Tendenzen ablesen ließen. Oder auch nicht.

Von Fischen weiß ich, dass seit Jahrzehnten versucht wird, diese Frage zu klären, wobei es sich dabei um Arten handelt, deren späteres Geschlecht nicht genetisch fixiert ist (zumindest sind keine chromosomalen Unterschiede feststellbar). Da kann es passieren, dass von 1000 Jungfischen nur wenige eines Geschlechts auftreten, manchmal gar keine Männchen oder Weibchen. Kampffischmännchen z.B. sondern wachstumshemmende Hormone ab, die möglicherweise auch die Determinierung der Geschlechter beeinflussen (überspitzt gesagt: wer zuerst Männchen ist, macht aus vielen anderen Weibchen).

Oder liege ich da völlig falsch, weil es diese Probleme bei M&S nicht gibt?

Gruß

Steffen

LilliResi N.

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2

Freitag, 11. Juli 2003, 14:29

Hi,

Erfahrungen habe ich nicht gemacht. Aber mir ist bekannt, dass sich im kalten Wasser die Embryonen in Molcheiern zu Männchen entwickeln und im warmen Wasser sie sich zu weibchen entwickeln.
Aber ob es stimmt, kann ich nicht sagen.
Bei z.B. Feuersalamandern, könnte es so ja gar nicht gehen, da das Weibchen die Eier immer bei der selben Temperatur rum "trägt".

Also ich hoffe jemand weiß mehr darüber.

MfG, Julia

Steffen Hellner

unregistriert

3

Freitag, 11. Juli 2003, 15:13

Hi Julia,

dass das bei Molchen so ist (sein soll) ist mir neu. Danke für den Hinweis.

Aber bei den Feuersalamandern tragen die Weibchen die Eier/Larven nicht immer bei der selben Temperatur - die sind auch wechselwarm ;-)

Bei S. atra könnte es natürlich eher sein, weil die Temperaturen dort wesentlich weniger schwanken.

Ich glaube, bei Feuersalamandern und Molchen gibt es noch viel mehr zu entdecken, als bei vielen anderen Terrarientieren.

Gruß

Steffen

Michael Schantz

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4

Freitag, 11. Juli 2003, 15:56

Geschlechterverhältnisse bei NZ

Hallo,

eine Studie über dieses Thema ist mir nicht bekannt. Sicher ist, dass die Temperatur aber auch das Angebot der Nahrung eine entscheidene Rolle spielen, was die Dauer der Larvalphase anbelangt. Für ektotherme Amphibienlarven gibt es die sogenannte " van't Hoff'sche Regel " die besagt, daß eine Temperaturerhöhung um 10Grad die Lebensprozesse eines Tieres um das 2 - 3 fache beschleunigt.

Zitat

Die meisten werden ihre Nachzuchten direkt nach der Metamorphose abgeben und später nie erfahren, welches Geschlechterverhältnis sich daraus entwickelt hat.
ja das stimmt, jedoch melden sich auch viele der Halter wieder mal beim Züchter um von Ihren Tieren zu berichten. Durch diese Gespräche hört man dann immer mal, ob eventuell ein Männchen oder Weibchen fehlt und hat so auch manchmal die Möglichkeit zu tauschen.

Zitat

Oder liege ich da völlig falsch, weil es diese Probleme bei M&S nicht gibt?
aus diesem Grund sind wir ja dabei, dass Salamandra - Register in die Gänge zu bringen. Natürlich hat das jetzt nichts mit den Geschlechterverhältnissen bei NZ'en zu tun, jedoch können wir so besser Tiere & NZ'en vermitteln aber auch auswerten. Leider ist die Resonanz noch nicht so groß :(

Gruß Michael ....

.:::: <<------ in diesem Sinne ------>> ::::.

Steffen Hellner

unregistriert

5

Freitag, 11. Juli 2003, 16:34

Hallo Michael,

da wären die Feuersalamander nach der vant´Hoffschen Regel bei 30° in einem Jahr ausgewachsen? Eher tot. Die Larven vertragen n.m. Erfahrungen problemlos 20° C, Landtiere dann nicht mehr so gerne.

Dieses Forum könnte gut dazu beitragen, Kontakte und Austausch zu fördern. Drum bin ich ja auch hier. In der Regel sollte es ja ganz gut ausgehen mit den Geschlechtern, kann aber mal böse auf einer Seite liegen, dann tut tauschen Not.

Die Resonanz wird schon noch mehr werden, die meisten werden wohl bei der DGHT und AG Urodela sein, sind ja auch gute Sites. Das wird schon. Hängt aber sicher auch davon ab, wie gut es hier mit dem Angebot an Infos und NZ aussieht. Gibt es eigentlich noch keine Liste, wer hier welche Arten hält und züchtet? Oder habe ich das bisher übersehen?

Gruß

Steffen

Michael Schantz

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6

Freitag, 11. Juli 2003, 17:27

Geschlechterverhältnisse bei NZ

Hallo,

Zitat

da wären die Feuersalamander nach der vant´Hoffschen Regel bei 30° in einem Jahr ausgewachsen?
nein natürlich nicht :) auch geht es hier nur um die Larvalphase, denn hier sind Temperaturunterschiede von z.B. 15 Grad schon möglich.

Zitat

Die Resonanz wird schon noch mehr werden, die meisten werden wohl bei der DGHT und AG Urodela sein, sind ja auch gute Sites.
auch dort bin ich und viele andere zu finden - keine Frage.

Zitat

Hängt aber sicher auch davon ab, wie gut es hier mit dem Angebot an Infos und NZ aussieht.
deshalb ja das Salamandra - Register ! Als Mitglied der www.AG-Urodela.de und als Pate der Gattung Salamandra, würde mich das natürlich sehr freuen, wenn sich dort auch viele eintragen lassen würden.

Zitat

Gibt es eigentlich noch keine Liste, wer hier welche Arten hält und züchtet? Oder habe ich das bisher übersehen?
schau mal auf der Homepage unter " Züchter " nach - ist aber leider auch noch nicht so viel Inhalt vorhanden :(

Gruß Michael ...

.:::: <<------ in diesem Sinne ------>> ::::.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Michael Schantz« (11. Juli 2003, 20:26)


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7

Samstag, 12. Juli 2003, 00:06

Hi,

also ich meine, dass es in der Nacht, bei Regen... abkühlt, dann kühlt es ja überall im Leib des Muttertiers gleich viel ab, so das dann alle Eier die gleiche Temperatur um sich haben. Tags über, wenn es sehr warm ist... wärmen sich alle Eier gleich viel auf. Also besitzen die Eier untereinander immer die gleiche Temperatur.

Naja,

Gute Nacht,
Julia

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8

Samstag, 12. Juli 2003, 11:14

Wechselwarm

Hallo Julia,



Zitat

Original von Steffen
Aber bei den Feuersalamandern tragen die Weibchen die Eier/Larven nicht immer bei der selben Temperatur - die sind auch wechselwarm

Zitat

Original von Julia
also ich meine, dass es in der Nacht, bei Regen... abkühlt, dann kühlt es ja überall im Leib das Muttertiers gleich viel ab, so das dann alle Eier die gleiche Temperatur um sich haben
na klar - also wechselwarm :))

Gruß Michael ...

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9

Samstag, 12. Juli 2003, 11:34

Hi,

ja, schon klar, aber dann müssten es nach der Theorie die ich oben genannt habe, so sein, dass alle Weibchen werden oder alle Männchen werden, weil sie immer de gleiche Temperatur haben. Und so ist es ja nicht.

Ich lese das nochmal nach. ?(

schöne Grüße,
Julia

Steffen Hellner

unregistriert

10

Samstag, 12. Juli 2003, 11:45

Hi Julia,

so gesehen, haben natürlich alle Eier mehr oder weniger die selbe Temperatur/-schwankungen. Das ist ja genau die Frage: gibt es Geschlechtschromosomen und damit wäre der Fall erledigt, oder sind es Umweltfaktoren, die das beeinflussen/bestimmen. So könnte es z.B. sein, dass die Jungen eines Weibchens alle Männchen würden, die eines anderen alle Weibchen, natürlich wechselnd von Jahr zu Jahr, je nach individueller Exposition.

habe gerade von einem Freund ein paar hundert Futterfische bekommen. Eien Art züchtet der seit Jahren, jetzt hatte er auf mehrere hundert Junge nur 12 Männchen. Vorher war alles bestens. Bedingungen blieben identisch. Und, woran liegt es? Keiner weiß es.

Wenn solche "Katastrophen" inder Erhaltungszucht von Molchen und Salamandern aufträten, wäre unser Hobby schnell am Ende.

Vielleicht existiert ein solches Problem bei Urodelen ja gar nicht, aber das interessiert mich eben. Bei Phelsumen kann man das prima steuern, sonst wären die meisten Arten schon wieder weg.
Und Feuris bekommt man eben nicht an jeder Ecke. Umso mehr sollten alle Interessierten/Züchter zumindest eruieren, wie es bei der Nachzucht bezüglich Geschlechterverhältnis aussieht.

Übrigens: viele Reptilien und Amphibien sollen durchaus in der Lage sein, ihre Körpertemperatur in einem gewissen Grad unabhängig von der Umgebungstemperatur zu regeln. Durch Muskelkontraktion, Atmung, Hautfeuchtigkeit etc. Habe ich mal irgendwo gelesen (National geographic oder so). Dabei geht um wenige Grade bis Zehntelgrade, aber immerhin.

Gruß

Steffen

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