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1

Dienstag, 17. Juni 2003, 13:48

Überwinterungsfragen

Hi,
Ich hab noch mal ein paar Fragen zur Überwinterung.
1.Muss ein großes Wasserteil da sein?
2.Sollten bei Jungsalamander höhere Tempraturen herrschen als bei adulten Tieren?
3.Könnte man mal ein Bild von einen Überwinterungsbehälter sehen?


Gruß Marcel

Nikolaus

Silbersalamander

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2

Dienstag, 17. Juni 2003, 14:04

Hi

Zitat

1.Muss ein großes Wasserteil da sein?

nein - eigentlich nicht.....

Zitat

2.Sollten bei Jungsalamander höhere Tempraturen herrschen als bei adulten Tieren?

kann ich leider nicht ganz sagen...aber in der Natur haben sie die selben Bedinungen....

Zitat

3.Könnte man mal ein Bild von einen Überwinterungsbehälter sehen?


Genau - wäre super

Nikolaus
"Von Zeit zu Zeit seh' ich den Alten gern'" - Mephistopheles in Faust, der Tragödie erster Teil; Prolog im Himmel.

Michael Schantz

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3

Dienstag, 17. Juni 2003, 14:16

Überwinterungskiste

Hallo,

Zitat

3.Könnte man mal ein Bild von einen Überwinterungsbehälter sehen?
ich glaube da habe ich schon alles abgesucht und auch nichts gefunden :(

Gruß Michael ....

.:::: <<------ in diesem Sinne ------>> ::::.

bigfoot

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4

Dienstag, 17. Juni 2003, 20:10

mist kannst du mal bilder machen wie dus machst?

5

Dienstag, 17. Juni 2003, 20:20

Wasserteil

Hi,
Nochmal zum Wasserteil,sollte man eine kleinere Schale im Behälter sein oder schon größer?Könnte es nicht passieren ,dass das Wasser einfriert? Gruß Marcel

bigfoot

unregistriert

6

Dienstag, 17. Juni 2003, 20:30

das geschieht doch nur wenn die temperaturen unter 0 grad fallen und es ist doch eh besser wenns so +1-2 grad sind

7

Dienstag, 17. Juni 2003, 20:55

RE: Überwinterungsfragen

Hallo,

ich überwintere meine Tiere in einem Keller, in dem die Temperaturen um die 5 bis max. 9°C schwanken. Die Tiere sind auch dort in den Terrarien untergebracht, in denen sie auch sonst sind. Ich hab dann zusätzlich noch mehr Moospolster hineingetan. Bei der Überwinterung habe ich kein Wasserteil drin, ich denke aber schaden dürfte es nicht, da es ja die Luftfeuchtigkeit mit stabilisiert. Ich schaue dann regelmäßig nach und sprühe falls nötig.
Kleine Salamander habe ich noch nicht so überwintert sondern im Schlafzimmer in Terrarien gelassen (da ists im Winter am kühlsten) um sie besser beobachten zu können. Es sollte aber auch ohne Schwierigkeiten mit normaler Überwinterung gehen, wenn die Tiere gut genährt sind...

Gruß, Markus

Michael Schantz

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8

Dienstag, 17. Juni 2003, 20:59

Ü-Kiste

Hallo,

Zitat

mist kannst du mal bilder machen wie dus machst?
ich lasse die Tiere in ihrem Terrarium überwintern - dazu gibt es auch einen Thread.

Zitat

Nochmal zum Wasserteil,sollte man eine kleinere Schale im Behälter sein
nein es muss keine Schale mit Wasser vorhanden sein, jedoch sollte immer die notwendige Feuchtigkeit vorhanden sein.

Zitat

Könnte es nicht passieren ,dass das Wasser einfriert
so kalt darf es nie werden Marcel ... immer schauen, dass die Temperaturen nicht unter 5 Grad gehen !!

Gruß Michael ....

.:::: <<------ in diesem Sinne ------>> ::::.

9

Sonntag, 29. Juni 2003, 23:36

RE: Überwinterungsfragen

Hallo,

Zur Überwinterung im allgemeinen möchte ich Dir
meine Erfahrung vermitteln. Grundlegend ist es wichtig wenn man einheimische Amphibien hält
(so auch den Feuersalamander) diese einzuwintern.
Dazu im einzeln müssen die Tiere die Du pflegst
auch auf die Überwinterung vorbereitet werden.
Das geschied meisten schon etwa Mitte bis Ende
September. Die Salamander sollten nun mindestens
(das ist die ausnahme 3-4 mal wöchentlich) abwechs-
lungsreich gefüttert werden und Multi-Mineralien
(Bad) bekommen. Wichtig ist die Temperatur gleichmäßig bis ca. November im Zimmer oder Keller
abzusenken so. ca. 10-12°C reicht. Ich wintere
meine Salamander erst Anfang Dezember ein. Besonders wichtig ist es ca. 2-3 Wochen vor der ÜW
kein Futter mehr zu bieten und vorher langsam einzuschränken, dann merken die Tiere von selbst das es Zeit ist zur ÜW. Wichtig ist aber dann die Tiere einmal in den 2-3 Wochen vor der ÜW zu baden in
lauwarmen Wasser (s.o.) die Betonung liegt auf
Lau (ca.20-25°C) 1*wöchtl. um die Kotabgabe zu
begünstigen. Sonst wenn man das nicht tut, kann
es zu Verwesungsprozessen im Darmtrakt des Tieres
kommen.Der Salamander wird dann die Überwinterung
nicht überleben.
Zur Temperatur und Luftfeuchte: ca 2-6°C sind i.o.
Luftfeuchte sollte nach Möglichkeit über 90% betragen. Ich halte meine Salamander bei 5°C bei
99% in einem alten Grauwackekeller in einer Über-
winterungskiste, näheres später dazu.
Da die Art auch während der Wintermontate teilaktiv
ist halte ich es für ratsam wenn man undedingt ein
Wassergefäß bereit hält (flache Blumenuntersatzschale
aus PVC oder Ton). Da die Tiere ausreichend Flüssig-
keit brauchen um nicht zu vertrocknen, solltest Du
auf immer frisches Wasser achten. Zusätzlich bitte
mit Multivitamin in Wasser besprühen. Jedoch bitte
kein Futter da die Salamander auch längere Zeit ohne
auskommen können,und der Stoffwechsel bei dieser
Temperatur stark herabgesetzt ist. Ich selbst füttere
die Tiere ca.3-4 Monate nicht. So hast Du auch im darauffolgenden Führjahr eine gute Zucht.
Dauer: November/Dezember bis Ende März/Anfang
April je nach geographischer Lage des Herkunftortes
Als ÜK eignet sich das Terrarium selbst oder eine
selbergebaute Holzkiste mit Deckel, welche ich letzeres benutze. Seitlich bitte eine Gaze und Deckel
nach Möglichkeit ganz. Oder teilweise mit Glasscheibe
abdecken, je nach Ort der Aufstellung. Ein beheizter Keller ist ungeeignet. Zur Belüftungtechnik siehe bitte
im Nietzke " Terrarientiere Band 1" oder ÜW steht auch ausführlich Im Band Terraristik von Ludwig
Trutnau. Für weitere Fragen zum Thema Salamander-
haltung, Pflege, Zucht, Futter und Krankheiten stehe
ich gerne zur Verfügung.
Ich hoffe ich konnte weiterhelfen.

MfG
Andi

10

Sonntag, 29. Juni 2003, 23:51

RE: Überwinterungsfragen

Hallo nochmal,

Jungtiere bis etwa 1 Jährig winterst Du lieber noch nicht ein, es ich besser wenn Du diese kühler stellst
z.B. auf einen Flur oder Schlafzimmer bei 10-12°c.
Bitte hier aber während der Wintermonate
die Tiere mit ausreichend Futter versorgen(abwechs-lungsreich) Futterzuchten rechtzeitig anlegen.
Bitte auch keine Juvenilen mit Adulten überwintern
lassen, da sonst die Gefahr besteht das die Kleinen
durch ein massiges Weibchen zerquetscht werden. Ich spreche da aus Erfahrung.

MfG
Andi

Michael Schantz

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11

Montag, 30. Juni 2003, 10:07

Überwinterung

Hallo Andi,

nehmen wir uns doch nur einmal die Natur als Beispiel, denn ich denke wenn wir uns nach dieser richten, dann kommen wir auch an eine " artgerechte " Haltung am nahesten heran - sollte das überhaupt so möglich sein in einem Terrrarium :( :)) Praktizieren wir nun eine artgerechte Haltung, so müssen natürlich auch die Temperaturen stimmen, was ich aber mal hier voraussetze. In der Natur bereitet niemand die Tiere auf den Winter vor, denn wenn die dementsprechenden Temperaturen eingetreten sind, wissen die Tiere instinktiv genau, was zu tun ist d.h. kein Feuersalamander wird vor der Winterruhe ein " lauwarmes Bad " nehmen um sich zu entleeren. Zu diesem Thema kann ich nur sagen, dass ich schon Winterquartiere von Feuersalamandern beobachtet habe ( Stollen ) in denen einige Tiere noch genüßlich bei + 3 Grad Regenwürmer gefressen haben. Das Futter läuft den Tieren also in der Natur um diese Jahreszeit auch vor die Nase und wird nicht verschmäht, also kann es auch nicht schädlich sein. Bei meinen Tieren kann ich das übrigens auch immer wieder beobachten ( in der Überwinterung ) und es erfolgte auch immer wieder eine Kotabgabe ohne Probleme. Ich habe deshalb auch in der Überwinterungszeit immer einige Rotwürmer im Terrarium, so dass die Tiere sich das selbst aussuchen können, ob sie fressen wollen oder nicht. Ich hatte dadurch übrigens noch nie Ausfälle ...
Ein lauwarmes Bad zwecks Darmentleerung kenne ich übrigens nur von der Reptilienhaltung, was in diesem Fall natürlich was anderes ist und wirklich ernsthafte Probleme mit sich bringen kann ( Schildkröten ). Nun zu den Vitaminen ... die Tiere nehmen in der Natur diese ja auch nicht über die Haut auf, deshalb verabreiche ich ( wenn überhaupt ) nur oral über die Futtertiere. Eine abwechslungsreiche frische Ernährung macht das jedoch fast überflüssig - natürlich ist so etwas nicht immer möglich, das ist klar ( bei gekauften Futtertieren auf jeden Fall ). Auch hier kenne ich diese Art der Vitaminaufnahme nur von Pfeilgiftfröschen - ich kenne eigentlich niemand der das so bei Feuersalamandern praktiziert ?! Meine ganzen Jungtiere lasse ich übrigens auch bei den gleichen Temperaturen wie die Adultis überwintern und hatte diesbezüglich auch noch nie Probleme. Die andere Seite ist die, dass die Jungsalamander auch keinen Schaden nehmen wenn sie das erste Jahr nicht überwintert werden ...

Gruß Michael ....

.:::: <<------ in diesem Sinne ------>> ::::.

12

Montag, 30. Juni 2003, 13:57

RE: Überwinterung

Hi,
Ist bei jemanden schon mal ein Tier bei einer Überwinterung gestorben?Und wenn man Tiere überwintern lässt wie oft sollte man kontrollieren?Lässt man Jungsalamander nicht das erste Jahr überwintern verzögert sich dann auch die Geschlechtsreife um ein Jahr? Gruß Marcel

Michael Schantz

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13

Montag, 30. Juni 2003, 14:57

Überwinterung

Hallo Marcel,

Zitat

Ist bei jemanden schon mal ein Tier bei einer Überwinterung gestorben?
nein, bei mir noch nie ...

Zitat

Und wenn man Tiere überwintern lässt wie oft sollte man kontrollieren?
auf jeden Fall nicht zu oft, denn dann würden die Tiere nur unnötig gestört werden. Ich würde sagen 1 - 2 x die Woche ist ok aber immer sehr behutsam nachschauen.

Zitat

Lässt man Jungsalamander nicht das erste Jahr überwintern verzögert sich dann auch die Geschlechtsreife um ein Jahr?
nein das hat damit nichts zu tun, jedoch ab dem zweiten Jahr würde ich schon überwintern lassen.

Gruß Michael ....

Gruß Michael ....

.:::: <<------ in diesem Sinne ------>> ::::.

14

Sonntag, 6. Juli 2003, 13:34

RE: Überwinterung

Hi Michael!

Erstmal vielen herzlichen Dank für Deine Antwort
"Kranker Salamander". Das "Du" ist mir auch lieber-
Danke! Ich halte Dich auf dem Laufenden. Die Therapie scheint zu helfen, ist aber noch zu kurz.
Selbstverständlich kannst Du meinen Abschlußbericht
veröffentlichen.
Nun gut ich stimme da nicht ganz was die Überwinter-
ungsproblematik betrifft überein. Ich denke da hat jeder seine eigenen Ansichten. Ich möchte Dich aber,
nur als Denkanstoß, hinweisen auf die Fachliteratur.
Da steht in dem Buch "Terraristik" von Ludwig Trutnau aus dem Ulmer Verlag; Zitat: Kurz vor Über-
winterungsantritt sind die Tiere nochmals kräfig zu
füttern. Man wartet die vollständige Verdauung ab und läßt sie koten. Erst wenn der Darm vollständig entleert ist, darf überwintert werden. Werden Amphibien und Reptilien mit halb verdauter Nahrung eingewintert, kommt es im Verdauungstrakt unweigerlich zu Fäulnis- und Verwesungsprozessen,
die stets den Tod des Tieres nach sich ziehen.
Zitat Ende. Weiter steht dort das der Bodengrund
mindestens lokal feucht sein sollte und eine ausreich-
ende Luftfeuchtigkeit herrscht. Ebenfalls steht da auch etwas von einem großen (flachen) Wasser-
gefäß mit stets sauberm Wasser, da wie gesagt der
Salamander teilaktiv ist und hin und wieder ein Bad
braucht, um Flüssigkeitsdefizite auszugleichen.
Das vorherige lauwarme Bad, was ich gelesen und mit Erfolg angewendet habe, soll also in diesem Fall die
Kotabgabe begünstigen. Man sollte das wie gesagt,
mindestens 2mal wtl. tun. Zur Zeit (in den Sommer-
monaten) werden meine Salamander auch gebadet,
zwar in kühlem Wasser (Raumtemperatur) aber somit
wird auch die Kotabgabe eingeleitet. Das Terrarium
bleibt dann weitesgehend sauber. Probiers doch einfach mal aus?
Zu den Multi-Mineralen möchte ich aus meiner Erfahr-
ung sagen, was der Mensch auch braucht um ein
intaktes Immunsystem zu erhalten, das braucht mit
Sicherheit auch der Salamander (global gesehen).
Da, wie gesagt, ich nicht füttere bekommen meine Tiere ein Aufbaupräperat in Wasser gelöst 1mal wtl.
als Sprühlösung verabreicht.
Ich habe damit überhaupt keine Probleme. Selbst-
verständlich werden keine kranken oder schwachen
Tiere eingewintert.
Auch möchte ich an dieser Stelle auf einen sehr alten
Auszug aus der Dtsch. Aquarien und Terrarien-Ztschr.
von II.12. 1.12.1949 ausmerksam machen.
Der Artikel ist von dem großen Salamander Züchter
Ernst Susebach. Es geht da um "Molchpest" nach der
Überwinterung. Zitat: Als ich mir Anfang April 1948
einen Überblick über den Zustand meiner Feuer-
salamander nach der Überwinterung im Keller verschaf-
fen wollte, gefielen mir die im Terrarium Nr.1
untergebrachten 2,4 schwarzen Salamander und
Nigrinos Nr.1-6 weder im Aussehen noch im Gebaren.
Die Bewegungen waren ungewöhnlich träge. die Haut war glanzlos matt, die Freßlust mäßig bis ungleich.Zitat Ende. Das Problem lag darin das in den
Versteckplätzen nicht rechtzeitig der Kot entfernt
worden ist. Aber auch andere Faktoren spielen hier
natürlich eine entscheidende Rolle. Zu Trocken, Moos
hat keine genügende Feuchtigkeit mehr, deshalb
das Badegefäß! Auch war wohl im laufe der Zeit
Moss abgestorben und dann noch die in Fäulnis
übergehenden Kotreste. Das das kein gutes Mileu
für einen Salamander ist kannst Du dir bestimmt
denken. Damals wußte man vielleicht auch noch nicht
so bescheid, welche Rolle die Vitamine + Mineralien
spielen.

Die Überwinterungsproblematik ist ein etwas schwierig
zu verstehender Prozess, aber das hängt wiederrum
auch von der geographischen Lage des Verreitungs-
gebietes ab. Da ich regelmäßig auch Herpetologische
Studien in der Natur betreibe. Bei uns hier im Harz(
Oberharz ca. 600m NN) kommt die Art nicht vor da
keine nötigen Habitatsansprüche vorhanden sind.
Die Natur wie Du so schön sagts hat andere Gesetze,
wo wir und auch ich absolut keinen Einfluß nehmen
können. Und wenn Du nun schon beobachtet hast,
daß Feuersalamander Würmer, Asseln oder ähnliches
fressen liegt das daran das der Tisch in der Natur nicht
so Reichhaltig gedenkt ist wie im Terrarium, wo ja der
Pfleger die Verantwortung über die Nahrungsqualität
hat. Auch herrscht in den Überwinterungsverstecken
des Salamanders andere Äußere Bedingungen, die
man nur schwierig nachahmen kann, z.B. Lichteinfall,
Futter (welches dort auch Überwintert); Feuchtigkeit,
Nasse Stellen zum Baden; Temperatur u.s.w.
Das man diese Faktoren in Gefangenschaft unzureich-end aber bestmöglich nachahmen sollte versteht sich
von selbst und ist somit für ein langes Salamander-
leben verantwortlich.

Viele Grüße
Andi

Michael Schantz

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15

Sonntag, 6. Juli 2003, 16:56

Überwinterung

Hallo Andi

Zitat

Erstmal vielen herzlichen Dank für Deine Antwort "Kranker Salamander". Das "Du" ist mir auch lieber- Danke! Ich halte Dich auf dem Laufenden. Die Therapie scheint zu helfen, ist aber noch zu kurz. Selbstverständlich kannst Du meinen Abschlußbericht veröffentlichen.
Ich finde auch, dass es so einfacher ist. Natürlich bin ich jetzt schon auf Deinen Bericht gespannt.

Zitat

Nun gut ich stimme da nicht ganz was die Überwinterungsproblematik betrifft überein. Ich denke da hat jeder seine eigenen Ansichten.
mit Sicherheit gibt es da verschiedene Ansichten Andi – keine Frage.

Zitat

Ich möchte Dich aber, nur als Denkanstoß, hinweisen auf die Fachliteratur.
Da steht in dem Buch "Terraristik" von Ludwig Trutnau aus dem Ulmer Verlag; Zitat: Kurz vor Über-
winterungsantritt sind die Tiere nochmals kräfig zu füttern. Man wartet die vollständige Verdauung ab und läßt sie koten. Erst wenn der Darm vollständig entleert ist, darf überwintert werden. Werden Amphibien und Reptilien mit halb verdauter Nahrung eingewintert, kommt es im Verdauungstrakt unweigerlich zu Fäulnis- und Verwesungsprozessen, die stets den Tod das Tieres nach sich ziehen. Zitat Ende.
die Frage ist das “WIE" werden die Tiere eingewintert ( Salamandra ) ?! Ich könnte mir schon vorstellen, wenn die Tiere von jetzt auf sofort enormen niedrigen Temperaturen ausgesetzt würden, es da schon zu Verdauungsproblemen kommen könnte – was aber in der Natur so nicht der Fall ist. Selbst wenn morgens noch Frost / Reif vorhanden war und nachmittags milde Temperaturen herrschten, ja selbst dann kommen die Tiere mit diesen Schwankungen zurecht. Feuersalamander halten sogar kurzfristig Temperaturen von bis zu –5 Grad aus, was mir zeigt, dass eine Aktivität des Verdauungtraktes noch lange nicht bei Temperaturen wie z.B. bei 5 Grad aufhört, oder nicht mehr funktionsfähig ist. Es wurde ja auch schon von trächtigen Feuersalamanderweibchen berichtet, die im Januar schon über den Schnee spaziert sind. Ich halte deshalb eine langsam eingeleitete Überwinterung ( wie es auch die Temperaturen in der Natur mit sich bringen ) und eine weitere den Temperaturen und Aktivitäten angepasste Nahrungsaufnahme für völlig in Ordnung. Übrigens steht auch in dem Buch von Günther E. Freytag “ Feuersalamander und Alpensalamander “ ein Satz von Ernst Susebach, den Du ja weiter unten auch erwähnst, der da lautet : „ Im Winter kann die Fütterung stark eingeschränkt werden … “ also muss nicht, so wie ich das verstehe.

Zitat

Weiter steht dort das der Bodengrund mindestens lokal feucht sein sollte und eine ausreichende Luftfeuchtigkeit herrscht. Ebenfalls steht da auch etwas von einem großen (flachen) Wassergefäß mit stets sauberm Wasser, da wie gesagt der Salamander teilaktiv ist und hin und wieder ein Bad braucht, um Flüssigkeitsdefizite auszugleichen.
das ist ja ok, ich habe ja auch in meinen ganzen Terrarien Wasserteile und die Salamander suchen diese alle gelegentlich auf – keine Frage ! Mir war, oder ist nur die Art der Vitaminverabreichung wie Du sie praktizierst nicht ganz so geheuer, was aber nichts bedeuten muss. Vielleicht meldet sich ja noch jemand zu diesem Thema ( der das auch so praktiziert ), denn das würde mich sehr interessieren.

Zitat

Das vorherige lauwarme Bad, was ich gelesen und mit Erfolg angewendet habe, soll also in diesem Fall die Kotabgabe begünstigen. Man sollte das wie gesagt, mindestens 2mal wtl. tun. Zur Zeit (in den Sommermonaten) werden meine Salamander auch gebadet, zwar in kühlem Wasser (Raumtemperatur) aber somit wird auch die Kotabgabe eingeleitet. Das Terrarium
bleibt dann weitesgehend sauber.
Du hast aber in diesem Fall die Kotabgabe in Verbindung mit der Einleitung zur Winterruhe gemeint und das kenne ich nur von Reptilien. Meine Tiere koten auch oft in den Wasserteilen ab, was kein Problem für mich darstellt, da alle Terrarien mit einem Abfluß versehen sind. Ich kenne einige Terrarianer, die, wenn Sie das lesen würden "mindestens 2mal wtl." die Welt nicht mehr verstehen würden, da sie in jedem “ heraussetzen “ der Tiere einen enormen Stressfaktor für diese sehen – ok, ist Ansichtssache und ich bin da auch nicht so kleinlich.

Zitat

Probiers doch einfach mal aus?
Das brauche ich nicht Andi, denn es ist völlig normal, dass Feuersalamander im Wasser abkoten, ist ja auch sehr praktisch.

Zitat

Zu den Multi-Mineralen möchte ich aus meiner Erfahrung sagen, was der Mensch auch braucht um ein
intaktes Immunsystem zu erhalten, das braucht mit Sicherheit auch der Salamander (global gesehen).
Naja … eine gesunde Ernährung (wenn das überhaupt noch möglich ist ) ist normaler Weise absolut ausreichend – auch beim Mensch. Die Ernährung sollte auf jeden Fall frisch und abwechslungsreich sein. Bei gekauften Futtertieren teile ich Deine Meinung auf jeden Fall. Natürlich ist auch mal eine zusätzliche Vitamingabe nicht verkehrt.

Zitat

Da, wie gesagt, ich nicht füttere bekommen meine Tiere ein Aufbaupräperat in Wasser gelöst 1mal wtl. als Sprühlösung verabreicht. Ich habe damit überhaupt keine Probleme. Selbstverständlich werden keine kranken oder schwachen Tiere eingewintert.
wie gesagt, ich bin gerne mal auf andere Meinungen gespannt und hoffe doch auf viele Antworten / Meinungen zu diesem Thread.

Zitat

Auch möchte ich an dieser Stelle auf einen sehr alten Auszug aus der Dtsch. Aquarien und Terrarien-Ztschr. von II.12. 1.12.1949 ausmerksam machen. Der Artikel ist von dem großen Salamander Züchter Ernst Susebach. Es geht da um "Molchpest" nach der Überwinterung. Zitat: Als ich mir Anfang April 1948 einen Überblick über den Zustand meiner Feuersalamander nach der Überwinterung im Keller verschaffen wollte, gefielen mir die im Terrarium Nr.1 untergebrachten 2,4 schwarzen Salamander und Nigrinos Nr.1-6 weder im Aussehen noch im Gebaren. Die Bewegungen waren ungewöhnlich träge. die Haut war glanzlos matt, die Freßlust mäßig bis ungleich.Zitat Ende.Das Problem lag darin das in den Versteckplätzen nicht rechtzeitig der Kot entfernt worden ist. Aber auch andere Faktoren spielen hier natürlich eine entscheidende Rolle. Zu Trocken, Moos hat keine genügende Feuchtigkeit mehr, deshalb das Badegefäß! Auch war wohl im laufe der Zeit Moss abgestorben und dann noch die in Fäulnis übergehenden Kotreste. Das das kein gutes Mileu für einen Salamander ist kannst Du dir bestimmt denken. Damals wußte man vielleicht auch noch nicht so bescheid, welche Rolle die Vitamine + Mineralien spielen.
Sauberkeit und die Mindestanforderungen für die Tiere sollten auf jeden Fall eingehalten werden, das ist klar, sonst können solche Sachen passieren. In meinen Terrarien sind immer genügend Rotwürmer, Kellerasseln und Springschwänze vorhanden, die zusammen eine regelrechte “ Putzpolizei “ bilden. Natürlich müssen alle sichtbaren “ Kotbomben “ sofort entfernt werden, wie auch jede andere gröbere Verschmutzung, denn die “ Putzkolonne “ soll ja auch nur unterstützen was organische z.T. nicht gefundene Stoffe anbelangt. Klar ist, dass auf jeden Fall immer eine Teil / Generalreinigung in gewissen Abständen ein MUSS ist, genau so wie ein Wasserwechsel. Wie gesagt, ich bin nicht gegen die Verabreichung von Vitaminen, denke aber das eine gesunde Ernährung mit frisch gefangenem Futter schon ausreichend ist. Im Winter kann man da schon etwas nachhelfen, da hier Frischfutter Mangelware ist. Übrigens füttere ich meine Tiere so in etwa über 20 Jahre lang nach diesem Prinzip und konnte noch nie Mangelerscheinungen feststellen.

Zitat

Die Überwinterungsproblematik ist ein etwas schwierig zu verstehender Prozess, aber das hängt wiederrum auch von der geographischen Lage das Verreitungsgebietes ab. Da ich regelmäßig auch Herpetologische Studien in der Natur betreibe. Bei uns hier im Harz( Oberharz ca. 600m NN) kommt die Art nicht vor da keine nötigen Habitatsansprüche vorhanden sind. Die Natur wie Du so schön sagts hat andere Gesetze, wo wir und auch ich absolut keinen Einfluß nehmen können. Und wenn Du nun schon beobachtet hast, daß Feuersalamander Würmer, Asseln oder ähnliches fressen liegt das daran das der Tisch in der Natur nicht so Reichhaltig gedenkt ist wie im Terrarium,
ich habe das aber in freier Wildbahn gesehen( Stollen ), wo ein Feuersalamander im Winterquartier Nahrung zu sich genommen hat …. steht auch glaube ich weiter oben dabei.

Zitat

wo ja der Pfleger die Verantwortung über die Nahrungsqualität hat. Auch herrscht in den Überwinterungsverstecken
das Salamanders andere Äußere Bedingungen, die man nur schwierig nachahmen kann, z.B. Lichteinfall, Futter (welches dort auch Überwintert); Feuchtigkeit, Nasse Stellen zum Baden; Temperatur u.s.w. Das man diese Faktoren in Gefangenschaft unzureichend aber bestmöglich nachahmen sollte versteht sich
So viel ich weiß, ging es doch nur darum, ob die Tiere noch in freier Wildbahn bei Temperaturen um die 3 Grad noch Nahrung zu sich nehmen, oder ? Falls ja ( und das konnte ich ja in der Natur und auch immer wieder bei mir in den Terrarien beobachten ) kann es meiner Meinung nach nicht schädlich sein, wenn bei diesen Temperaturen auch noch Nahrung zu sich genommen wird, da diese auch dann noch gut verdaut wird.

Zitat

von selbst und ist somit für ein langes Salamandereben verantwortlich.
das auf jeden Fall Andi :)

Gruß Michael ….

.:::: <<------ in diesem Sinne ------>> ::::.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Michael Schantz« (6. Juli 2003, 17:19)


16

Freitag, 11. Juli 2003, 21:22

Triturus-Salamandra Überwinterung?

Hallo,
In einen Thread fragte ich ob man Triturus Arten und Salamandra Arten zusammen halten könnte.So eine Haltung sollte man ja nicht machen.Kann man die beiden Arten den Überwintern lassen?Oder sollte man sie mit einer Scheibe abtrennen?! Gruß Marcel

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17

Freitag, 11. Juli 2003, 21:39

Überwinterung triturus - salamandra

Hallo Marcel,

ich würde die Tiere auf jeden Fall in getrennten Behältern überwintern lassen.

Gruß Michael ...

.:::: <<------ in diesem Sinne ------>> ::::.

Nikolaus

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18

Freitag, 11. Juli 2003, 22:00

triturus salaamandra

Hi

Welche Triturus meinst du denn?

Es spielen die Hautgifte eine Rolle.
In der Natur haben beide ein größeres Areal und werden nur gering vom Hautgift des andren angegriffen. - in einem Terrarium sind sie ja "aneinander gekwetscht".......
Deshlab sollte man se nicht zusammen halten....


MfG
NIkolaus
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19

Freitag, 11. Juli 2003, 22:08

RE: triturus salaamandra

Hi,
vulgaris oder alprestris. Gruß Marcel

Nikolaus

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20

Freitag, 11. Juli 2003, 22:13

Hi Marcel,

tja - ändert nicht viel.....

die beiden kommen zwar in gleichen Habitaten vor....aber in einem Terri oder Überwinterungsbehälter..... :rolleyes:

Ich würds nicht tun.



Nikolaus
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