nachdem die Larven in das Wasserteil abgesetzt wurden, gilt es nun diese groß zu ziehen. Hier haben wir schon ein kleines Problem am Anfang, denn die Larven des Feuersalamanders sind Räuber und leider auch kannibalisch veranlagt. Sollte nicht genügend Futter, oder nicht genügend Platz im Becken vorhanden sein, dann schnappen sie nach allem, was sich bewegt und das können auch andere Larven sein. Natürlich können auch alle Anforderungen stimmen und trotzdem gibt es Beißereien und Verstümmelungen. Haben wir das alles im Griff, dann sollten wir peinlichst darauf achten, daß das Wasser der Larven immer sauber ( Kot usw. jeden Tag entfernen ) und wenn möglich ( kommt auf die Größe des Behälters an ) jeden 2 Tag ein Teilwasserwechsel gemacht wird. Das ist sehr wichtig, da die Larven sonst einen Pilzbefall bekommen können und daran eingehen. Hat man ein Aufzuchtbecken mit einer Filteranlage, dann ist darauf zu achten, daß die kleinen Larven nicht in den Strudel des Ansaugrohres gelangen ( Schutzvorrichtung basteln ), denn sie könnten sich dann mit eigener Kraft nicht mehr befreien. Hier ein paar Bilder, von Larven verschiedenen Alters :
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Hier nun ein paar Bilder einer Larvenzuchtanlage ( Eigenbau ) so wie ich sie verwende. Der Vorteil ist der, daß jede Larve einzeln aufwachsen kann und so die oben erwähnten Gefahren ausgeschlossen werden können. Die Fütterung jedes einzelnen Tieres, ist mit dieser Methode sehr angenehm, da auch das Wachstum jeder einzelnen Larve genau beobachtet und kontrolliert werden kann. Ein Überlauf an den einzelnen 0,5 L Kunststoffbechern in Form von einzelnen Löchern ( mit dem Lötkolben einbrennen, jedoch nicht zu groß ! ) garantiert einen sicheren Teilwechsel des Wassers bei frischem Wasserzulauf durch die Düsen / Leitungen. Die Löcher auch nicht zu hoch ansetzen, da sonst bei einem kleinen Wasserüberschuß der Becher sehr schnell überlaufen könnte und die Larven mit abgespült würden. Die ganzen Becher stehen in einer Kunststoffwanne die wiederum an den Abfluß angeschlossen ist. So findet beim Aufdrehen der Kaltwasserzuleitung die Reinigung der einzelnen Behälter automatisch statt. An den Düsen sind die Tropfkügelchen entfernt worden ( ursprünglich für Bewässerungsanlage gedacht von Gardena ) und mit einem Stück Luftschlauch aus der Aquarientechnik versehen worden. Das Frischwasser läuft so durch die Hauptleitungen in die Düsen, dann die Schläuchen durch bis auf den Becherboden und drückt das verschmutzte Wasser nach oben zum Überlauf. Grober Mulm wird so ohne Probleme entfernt. Für gröberen Schmutz ( Kot usw. ) nehme ich eine größere Spritze ( 60 ml ) und sauge diesen bei Bedarf ab. Sagen wir es wie es ist, auch diese Variante macht Arbeit und man muß auch hier täglich nach dem Rechten sehen ( wer macht das nicht ?! ) aber sie stellt eine bessere Übersicht der Aufzucht dar. Der Wasserwechsel erfolgt spielend, jedoch muß man den gröberen Dreck auch manuell entfernen.........trotzdem für mich die bessere Lösung. Alle Teile bekommt man dazu in jedem Baumarkt.
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Futter für unsere Larven ( Meinungen ):
eigentlich fast alles was sich im Wasser bewegt ( außer Libellenlarven o.ä.Räuber, denn sie machen Jagd auf Salamanderlarven !! ). Jedoch ist es schon recht umständlich und anstrengend für eine große Menge an Larven das ( fast ) tägliche Futter zu besorgen. Ich meine damit, die Bäche auf das richtige Futter abzusuchen und auch selbst zu fangen, kann schon viel Zeit in Anspruch nehmen. Für alle die lieber eine Alternative dafür haben wollen, sei das Angebot in Aquariengeschäften nicht zu verachten. Von Tubifex, rote Mückenlarven, weiße Mückenlarven, Artemiakrebschen können wir dort alles lebend erhalten. Abwechslung heißt auch hier wieder das Zauberwort, was die Fütterung anbelangt. Tubifex werden nicht so gerne verfüttert ( wie ist Eure Meinung dazu ? ) weil sie keine saubere Herkunft haben ( leben im Schlamm, auch Klärschlamm so wie mir bekannt ?! ) und weil sie sich auch sehr stark zu einem Knäul im Wasser klumpen. Meistens geschieht das dann noch um Kotreste, die dann von den Larven wieder geschnappt werden :-( . Natürlich habe ich auch schon oft Tubifex verfüttert aber na ja. Ich persönlich bevorzuge rote Mückenlarven und Artemiakrebschen aber auch Enchyträen. Natürlich ist auch hier auf große Sauberkeit zu achten, wenn das Wasser Kotreste enthält. Für diese Kotreste nehme ich ja eine 60 ml Spritze ( wie oben beschrieben ) und sauge die Brocken dann ab. Zum verfüttern der Mückenlarven usw. halte ich folgende Methode für recht einfach : Man nehme die Mückenlarven und stelle sie in ein Plastikschälchen, das über die Diagonale in einem Tubifexsieb gestellt ist, so das ein Gefälle in eine Ecke des Schälchen erfolgt ( siehe Bild ). Haben sich dort dann die Mückenlarven, oder anderes Futter gesammelt, ziehen wir diese Menge in die Spritze auf ( bitte eine andere verwenden, nicht die gleiche wie für den Kot ! ) und können dann diese Futter portionsweise dosieren und verfüttern. Nicht vergessen, immer etwas sauberes Wasser nachziehen, so läßt es sich besser dosieren. Zum Futter sei gesagt, daß ich keine Futtertierzuchten von dem oben erwähntem Futter habe außer eine Enchyträenzucht, die mir sehr einfach erscheint. Wer möchte kann hier die Anleitung für die Zucht lesen ENCHYTRÄEN. Leider ist mir der Autor nicht mehr bekannt und ich hoffe es macht Ihm nicht aus, wenn ich das hier veröffentliche. Wenn ja, soll er sich bitte melden. Habe alles was ich hier erklärt habe, auch noch einmal kurz in Bilder gefaßt.
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Enchyträen bitte nicht zu oft und zu viel verfüttern, da diese sehr fetthaltig sind !!! Natürlich gibt es noch einige andere Futtertiere, die hier nicht erwähnt worden sind, jedoch wollte ich nur mit dieser Seite die am häufigsten verfütterten Tiere bei der Larvenaufzucht zeigen / darstellen. Für weitere Tips, bitte kurze Mail an mich!!