Alpensalamander :

Auch hier werde ich wie beim Feuersalamander als erstes über die Haltung dieser Tiere etwas schreiben. Dazu gehören fast alle Punkte, die auch beim Feuersalamander aufgelistet sind, wobei viele Bereiche der Haltung identisch mit denen des Feuersalamanders sind. Natürlich gibt es doch ein paar gravierende Unterschiede, die man beachten MUSS ! Am Ende dieser Site, habe ich auch eine Tabelle mit Berichten eingegliedert, die sich eingehend mit dem Thema " Alpensalamander " beschäftigt. Hier kann alles zum Thema " Salamandra atra atra " gesagt werden ( Haltungsberichte, Krankheiten usw. ) und wie immer bitte ich auch hier um eine Mitarbeit von Haltern des Alpensalamanders. DANKE ! info@feuersalamander.com

Haltung :

Der Alpensalamander sollte in einem gut durchlüfteten Terrarium gehalten werden. Eine gewisse Grundfläche / Größe sollte unbedingt eingehalten werden und als grobe Richtlinie kann man hier die Broschüre " Allgemeine Haltungsrichtlinien für Molche und Salamander " angeben ( siehe Literatur ). Möchte man ein Stück Berglandschaft für das Auge imitieren ( siehe Einrichtung ), so kann das Terrarium auch etwas in die Höhe gehen. Auf jeden Fall aber sollte die Grundfläche nicht zu klein ausgewählt sein. Der Alpensalamander gilt laut Literatur als " heikler " Pflegling, was ich aber nicht unbedingt bestätigen würde.

Temperaturen :

Hier kommt der erste gravierende Unterschied zum Feuersalamander ! Die Temperaturen sollten zwischen 10 - 15 Grad liegen und 15 Grad für längere Zeit nicht überschreiten. Dazu muss aber gesagt werden, dass meiner Meinung nach die Tiere schon gewisse Schwankungen aushalten können. Im Jahre 1988 war ich im Berliner Zooaquarium und war sehr überrascht, dort Alpensalamander anzutreffen. Meiner Meinung nach, wurden diese Terrarien nicht extra gekühlt und überschritten die 15 Grad Grenze auf jeden Fall !!! Ich habe auch noch zu Zeiten der Post ( als noch ein Versand von lebenden Tieren erlaubt war ), von Alpensalamandern gehört, die bei Temperaturen über 20 Grad verschickt wurden. Persönlich rate ich aber von solchen Temperaturen ABSOLUT ab, denn mit Sicherheit war es die Grenze zwischen Leben und Tod der Tiere. Kann man eine Temperatur von 10 - 15 Grad nicht garantieren ( für längere Zeit, also über 15 Grad ), dann muss man sich überlegen den Standort zu wechseln, oder künstlich zu kühlen was jedoch mit viel Aufwand verbunden sein kann.

Feuchtigkeit :

Um es gleich am Anfang zu erklären, die Betonung sollte auf " Feuchtigkeit " liegen, nicht auf NÄSSE !!! Stauende Nässe ist absolut ungeeignet und bringt auf längere Dauer Krankheiten und Verluste mit sich. Schauen wir uns doch einmal die Herkunft des Alpensalamanders an, nämlich die Alpen in einer Höhe von 600 - 3000 m. Wie sind dort die örtlichen Verhältnisse ??? Natürlich gibt es auch dort stauende Nässe, jedoch würde sich KEIN Alpensalamander dort über längere Zeit freiwillig aufhalten. Eine normale Feuchtigkeit jedoch, ist für diese Tiere lebenswichtig, damit sie nicht austrocknen. Man kann diese erreichen, indem man das Terrarium in den Sommermonaten abendlich besprüht und auch dann beobachten kann, wie die Tiere aktiv werden und oft Ihre Verstecke verlassen um auf Futtersuche zu gehen. Oft besprühe ich auch meine Terrarien bei drückendem Wetter oder Gewitterstimmung zusätzlich und imitiere so die tatsächlichen Wetterverhältnisse. Es ist sehr sinnvoll, verschiedene Ecken im Terrarium verschieden feucht zuhalten ( fast trocken - feucht - sehr feucht ), damit sich die Tiere selbst aussuchen können, wo sie gerade sein möchten. Dieses kann man durch intensives bis kein Einsprühen der Stellen erreichen. Um ein Gefühl für die Feuchtigkeit zu bekommen ( Anfänger ) kann man ruhig einmal den Waldboden anfassen und die Finger etwas in den Boden stecken, um so ein Gefühl für die Feuchtigkeit zu bekommen. Ein Wasserteil muss nicht vorhanden sein, da die Weibchen des Alpensalamanders keine Larven absetzen ( siehe Jungtiere ). Natürlich sei auch erwähnt, daß die Luft in diesen Terrarien zirkulieren muß, da sonst eine zu hohe Luftfeuchtigkeit entstehen kann.

Einrichtung :

auf eine Basis / Bodensubstrat ( siehe Einrichtung Feuersalamander ) können wir verzichten, da wir ja kein Wasserteil / Uferregion im Terrarium haben / brauchen. Das Terrarium kann direkt mit verschiedenen Moospolstern ausgestattet werden. Natürlich können wir auch einen Bodengrund aus Walderde, Lehm usw. einsetzen, was aber nicht sein muss. Verschiedene Etagen im Terrarium erreichen wir mit flachen Naturschieferplatten, Kalksteinen, oder diversen flachen Steinen, die in den Alpen vorkommen. Alles muss solide aufgebaut sein und darf nicht wackeln oder instabil sein ( Verletzungsgefahr der Tiere ! ). Zusätzlich können wir mit Moos bewachsene Äste, Rindenstücke, Wurzeln usw. zur Dekoration und hauptsächlich als Verstecke verwenden, da die Tiere sehr scheu sind. Haben wir verschiedene Etagen erreicht, können wir diese wieder mit Moos bedecken und erreichen so eine wunderbare kleine Berglandschaft für unseren Alpensalamander. Verschiedene Farne können ebenfalls sehr dekorativ sein und geben der Einrichtung noch den letzten Schliff.

Futter :

wie auch der Feuersalamander, so ist der Alpensalamander ein Räuber und frisst fast alles, was er bewältigen kann. Das Futter entspricht dem des Feuersalamanders.

Licht :

Auf eine künstliche Beleuchtung in Form von Strahlern ( warmes Licht ) muß komplett verzichtet werden ( gerade beim Alpensalamander !!! ), da der Wärmestau punktuell und überhaupt unweigerlich zum Tode führen würde ( Hitzestauung im Terrarium ). Sind normale schattige Plätze in der Wohnung / Keller ausgewählt, so ist dieses Licht normal völlig ausreichend. Möchte man dennoch nicht auf eine Beleuchtung verzichten, so sind Neonröhren in geeignetem Abstand anzubringen, die aber keinesfalls den ganzen Tag brennen sollten ( in etwa 2 - 4 Stunden ). Man beachte bitte, daß Alpensalamander dämmerungs / nachtaktiv sind und das Licht eigentlich scheuen, jedoch einen Tag / Nachtrhythmus haben sollten.

Paarung :

Der Paarung geht oft ein heftiges Verfolgen des Weibchens durch das Männchen voraus. Hat das Männchen das Weibchen gepackt, so umklammert er dieses von oben her mit seinen Vorderbeinen um dessen Hals. Danach reibt das Männchen seine Kehle an den Kopf des Weibchens. Jetzt kann die Paarung verschiedene Verläufe nehmen, die jedoch immer mit dem Absetzen der Spermatophore und dem Aufnehmen dieser durch die Kloakenränder des Weibchens enden. Meistens verläuft dies so, dass die Kloakenregion des Weibchens von dem Männchen ( das nun versucht seitlich unter das Weibchen zu gelangen in allen Variationen ), mit starken Schwanzbewegungen stimuliert wird. Dabei klammert das Männchen nach wie vor das Weibchen und schiebt seinen Unterkörper unter den des Weibchens mit schlängelnden Bewegungen. Zum Schluß erfolgt das Absetzen und das Aufnehmen der Spermatophore wie einige Sätze vorher beschrieben. Der Alpensalamander ist lebendgebärend und die Tragezeit dauert in etwa 2 - 3 Jahre. Nach dieser Zeit kommen zwei voll ausgebildete Jungsalamander zur Welt, die wie eine Miniaturform der Alttiere aussehen.

Überwinterung :

Die Grundvoraussetzung für die Zucht, ist eine artgerechte Überwinterung und diese sollte bei Temperaturen von 0 Grad bis+ 5 Grad stattfinden. Da bei mir die Terrarien in den Kellerräumen stehen und dort die Temperaturen bis maximal + 2 Grad fallen, können die Tiere in ihren gewohnten Behältern / Terrarien überwintern.

Jungtiere / Nachzuchten :

die Jungsalamander werden umgesetzt und unter den gleichen Bedingungen wie die adulten Tiere gehalten / aufgezogen. Hier ist eigentlich nur die richtige Futtergröße im Auge zu behalten und das regelmäßige Füttern natürlich.

 

Hier nun die besagten Berichte über Alpensalamander ( natürlich folgen noch mehr :-)

Begegnung mit Alpensalamandern
Salamandra atra aurorae ( Portrait )

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